Zitrone - Wirkung und Anwendung

„Lachend in die Klarheit blicken“

(Citrus limonum)

Das ätherische Öl der Zitrone

Der Zitronenbaum mit seinen länglich-ovalen Früchten stammt wahrscheinlich aus dem Norden Indiens und war bereits um das Jahr 1000 v.Ch. in China als auch im Mittelmeerraum bekannt. Alexander der Große lernte die Zitrone auf seinen Feldzügen kennen und brachte die Pflanze nach Europa.

Das ätherische Öl der Zitrone

Die Frucht des Zitronenbaumes ist eine Kreuzung zwischen Bitterorange (Citrus aurantium) und der Zitronatzitrone (Citrus medica). Der Name Zitrone bezog sich in früheren Zeiten ausschließlich auf die Zitronatzitrone und wurde erst im Mittelalter geändert. Archäologen gehen allerdings davon aus, dass Zitronen bereits im römischen Reich angebaut wurden. Bei den Ausgrabungen von Pompeji wurden Wandgemälde entdeckt, auf welchen Zitronatzitronen dargestellt wurden. Wohlhabende italienische Familien besaßen im 16. Jahrhundert Sammlungen von Zitronenbäumen. Allen voran die Familie Medici. In ihren Gärten wurden Zitrusbäume gepflanzt, welche die goldenen Äpfel der Hesperiden aus der Antike darstellen sollten. Sie dienten als Zeichen der Unsterblichkeit, das die Pflanze gleichzeitig blüht und auch Früchte trägt.

Das ätherische Öl der Zitrone ist in den Schalen enthalten und wird durch Kaltpressung gewonnen. Es werden ca. 200 kg Schalen für 1 kg der Essenz benötigt. Zitronenöl ist ein ätherisches Öl, welches vielseitig eingesetzt werden kann. Es besitzt eine stark keimtötende Wirkung und wirkt antiviral und antiseptisch. Es wird bei Erkältungskrankheiten und Fieber verwendet und dient auch zur Geruchsbindung und Raumluftreinigung. Der Duft regt an und fördert die Konzentration.

Anwendungsbereiche von ätherischem Zitronenöl

  • Erkältungskrankheiten
  • Fieber
  • Antriebsschwäche
  • Konzentrationsschwäche
  • Stimmungsaufhellend
  • Raumluft reinigend
  • Haarpflege
  • Cellulite


Nebenwirkungen

Bei empfindlicher Haut kann es zu Hautreizungen kommen, vor allem wenn älteres Öl verwendet wird. Vorsicht: in Zusammenhang mit UV-Licht und bei empfindlicher Haut kann Zitronenöl photosensibilisierend wirken.

Duftlampe

5 – 6 Tropfen zur Raumbeduftung in den Diffuser.
Die Konzentration wird gesteigert.

Zitronen-Pfefferminz-Fußlotion

150 ml Soft Cream und Bodylotion (feeling)
5 ml Pfefferminzhydrolat
6 Tr. äth. Pfefferminzöl
4 Tr. äth. Zitronenöl

Basislotion in eine Flasche füllen. Pfefferminzhydrolat dazugeben, Flasche verschließen und gut schütteln. Ätherische Öle dazugeben und nochmals durchschütteln. Fertig ist die erfrischende Fußlotion!

Nagelöl

10 ml fettes Öl
3 Tr. äth. Zitronenöl
4 Tr. äth. Cistrosenöl

In ein Fläschen füllen und die Nägel regelmäßig damit massieren. Stärkt die Nägel und pflegt rissige Haut!

Tipps für die Aromaküche

äth. Zitronenöl eignet sich hervorragend für Grillmarinaden, aber auch in der süßen Küche ist das Öl gut einzusetzen.

Quellenangaben:

Ruth von Braunschweig/Monika Werner „Praxis Aromatherapie“, Gerti Samel, Barbara Krähmer „Die heilende Energie der ätherischen Öle“, Dietrich Wabner, Christiane Beier „Aromatherapie, Grundlagen – Wirkprinzipien – Praxis“, Eliane Zimmermann „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, Shampoo, Creme & Bodylotion, Gill Farrer-Halls