Aromatische Neuigkeiten aus dem

 

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

„Der Meister der Gewebeentgiftung – der löwenstark den Stoffwechsel anregt“
Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine anpassungsfähige Pflanze, die mit jedem Boden zufrieden ist. Die kräftigen Pfahlwurzeln sind fest im Boden verankert und werden bis zu 30 cm lang. Deshalb gestaltet es sich oftmals schwierig, sie zur Gänze aus dem Boden zu bringen. Die Blätter sind je nach Standort verschieden tief gesägt und/oder gespalten und bilden am Boden eine Rosette. Am Ende des hohlen Stängels befindet sich ein leuchtend gelbes Blütenköpfchen. Bis auf dieses Köpfchen ist die ganze Pflanze milchsafthaltig. Der Blütenstand ist eine sogenannte Scheinblüte und besteht aus vielen Zungenblüten, die tellerförmig zu einem Körbchen zusammengefügt sind. Im März/April werden die Wiesen zu einer gelben Blütenpracht und bieten unseren Insekten Nektar und Pollen in verschwenderischer Fülle an. Nach dem Verblühen entstehen die reifen Früchte mit ihren typischen Fallschirmchen, welche die Samen weitertragen.
Löwenzahn ist laut Ursel Bühring der Ginseng des Westens. Ein Meister im Heilen! Er unterstützt unsere Leber und Galle, regt die Verdauung und die Nierentätigkeit an. Ein Frühjahrskraut das gerne bei rheumatischen Schmerzen und Hautleiden verwendet wird. Das Kraut zeichnet sich durch seine besondere Reinigungskraft aus – es reinigt den Bereich zwischen den Zellen von Wasseransammlungen. Andere Namen für den Löwenzahn: Pusteblume, Seicherwurzel, Wiesenlattich, Bettpisser, Pfaffendistel, Pferdeblume, Ackerzichorie…
Einige dieser Namen weisen schon auf die entgiftende und entschlackende Wirkung der Pflanze hin.
Inhaltsstoffe von Löwenzahn: Bitterstoffe, Triterpene, Flavonoide, Gerbstoffe, Kalium Inulin, Schleimstoffe. Die Blätter des Löwenzahns enthalten die Vitamine A, B, C, D sowie Vitamin E, das die Blutgerinnung kontrolliert sowie die Knochenbildung aktiviert. Auch werden Blutgefäße vor Plaque geschützt. Die Bitterstoffe sind gut für unseren Fettstoffwechsel, da die Produktion der Gallenflüssigkeit angeregt wird. Der Appetit wird reguliert, Heißhunger gebremst und die Magensaftproduktion wird angeregt.

Anwendungsgebiete von Löwenzahn: *
• Bei Appetitlosigkeit
• Verdauungsbeschwerden
• Blähungen
• Verstopfungen
• Anregend auf unsere Ausscheidungsorgane (Niere, Leber)
• Wasseransammlungen im Gewebe
• Rheuma
• Gicht
• Hauterkrankungen, wie z.B. Akne

Emotionale und geistige Aspekte *
• Kritikhaftigkeit – kann andere gut so sein lassen, wie sie sind
• Beruhigt hitzige Gemüter
• Leichte Erregbarkeit
• Bei Ermüdung und Lustlosigkeit
• Mangelnde Flexibilität
• Fördert die Anpassungsfähigkeit

Äußere Anwendung:
• Mit dem Milchsaft Warzen bestreichen
• Gegen Geschwüre und Hautauschläge einen Breiumschlag aus den gehackten Blättern und Blüten anwenden.

* Wolfgang Schöder; Die Meisterkräutertherapie, Verlag der Heilung.

Teekur zum Entschlacken:
4 – 6 wöchige Teekur – 2 x tgl 1 Tasse Löwenzahntee trinken. Dazu 1 – 2 TL geschnittene Droge mit ¼ l kaltem Wasser übergießen, erhitzen und eine Minute kochen lassen. 10 Minuten ziehen lassen und den Tee trinken.
Forschungen haben ergeben, dass mit Löwenzahn die Gallensteinentwicklung beeinflusst werden kann. Angeblich soll es zu keiner Neubildung und Vergrößerung von Gallensteinen kommen, wenn zweimal jährlich einen Löwenzahnkur gemacht wird.
Statt der Teekur kann alternativ Löwenzahn Saft aus der Apotheke verwendet werden.
Durch die harntreibende Wirkung des Löwenzahns können auch kleinere Nierensteine durch Wasserausstoß ausgeschieden werden.
Dazu bereitet man einen Tee aus 2 EL kleingeschnittener Droge, die mit ½ l kaltem Wasser übergossen und zum Sieden gebracht wird. Nach 20 Minuten abseihen und die Flüssigkeit mit 1 ½ l warmen Wasser verdünnen. Diese Menge soll innerhalb von 15 – 20 Minuten getrunken werden. Es kommt zu einer starken Wasserausscheidung, bei der möglicherweise Steine abgehen.

Gegenanzeigen bei Entzündungen oder Verschluss der Gallenwege sowie Verdacht auf Darmverschluss, ist von dieser Teekur abzuraten.

Quelle: Apotheker M.Pahlow „Das große Buch der Heilpflanzen“; Weltbild

Anwendung in der Küche:
Einfach und sehr gschmackig ist ein Löwenzahnsalat mit warmen Erdäpfeln. Ich nehme Löwenzahn (eher kleinere Rosetten) samt Blütenknospen und schneide die Blätter klein. Mit Kartoffeln, Essig und Kürbiskernöl ein wunderbarer Salat. Wer mag kann noch etwas Knoblauch dazugeben. Kombinationen mit hartgekochten Eiern oder Radieschen sind ebenfalls sehr geschmackvoll.

Löwenzahnkapern:
Kleine, knackige Löwenzahnknospen
100 ml Wasser
300 ml weißer Balsamico
Salz

Die Knospen waschen und gut abtropfen lassen. Wasser, Essig und Salz aufkochen lassen und die Knospen kurz im Sud blanchieren. Knospen abkühlen lassen und in Gläser füllen. Danach den kalten Sud darüber gießen und kühl lagern.

Löwenzahnsirup, -honig
2 Handvoll Löwenzahnblüten (nur die Blütenblätter) mit ½ l Wasser aufkochen lassen und mehrere Stunden ziehen lassen.
Durch einen Kaffeefilter abgießen und die Rückstände ausdrücken.
Die Flüssigkeit erneut aufkochen, ½ kg Zucker, den Saft einer Zitrone und eine kleine Scheibe Ingwer dazugeben und weiterkochen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann in Flaschen füllen.
Schmeckt zu Eis und Pudding, zum Süßen von Kräutertees oder im Löwenzahn Tiramisu.
Löwenzahnblütenhonig
2 gehäufte Doppelhände Löwenzahnblüten (auch hier nehme ich nur die Blütenblätter)
1 kg Zucker
1 Zitrone
1 l Wasser

Die Blütenblätter zusammen mit der in Stücke geschnittenen Zitrone langsam zum Kochen bringen. Über Nacht an einem kühlen Ort ziehen lassen. Durch ein Tuch gießen, dabei die Blüten gut auspressen. 1 kg Zucker einrühren und 1 Stunde auf kleiner Flamme kochen lassen. Es soll ein dicker Sirup entstehen. Danach in Gläser füllen und kühl aufbewahren.

Nebenwirkungen:
Löwenzahnsaft und -tee sind – in Maßen genossen – nebenwirkungsfrei.


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Vorgenannte Tipps dienen nicht zur Behandlung von Krankheiten, sondern lediglich dazu, das Wohlbefinden zu steigern. Laufende Behandlungen beim Arzt und die Einnahme von Medikamenten dürfen nicht abgesetzt werden.

Quellenangaben:
Apotheker M. Pahlow, „Das große Buch der Heilpflanzen“ Weltbild; Eunike Grahofer, „Wildnisapotheke“ Frey Verlag; Wolfgang Schörder „Die Meisterkräutertherapie“, Verlag der Heilung; Ursel Bühring, „Alles über Heilpflanzen, Ulmer; Magazin Garten + Haus, März 2020.


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