Aromatische Neuigkeiten aus dem

 

Koriander (Coriandrum sativum L.)

Der Koriander ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler, mit einer Wuchshöhe von bis zu 80 cm. Das Grün der Pflanze riecht beim Zerreiben eher unangenehm und wird deshalb von vielen Menschen als Gewürzkraut abgelehnt. Wegen dieses Geruchs wird die Pflanze auch als Stinkdill, Wanzendill, Wandläusekraut bezeichnet. Weitere Trivialnamen sind Arabische Petersilie, Asiatische Petersilie, Gebauter Koriander, Schwindelkraut, Schwindelkorn …
Der Name Koriander leitet sich aus dem griechischen koris für Wanze (wegen des unangenehmen Geruchs); die Endung andron ist vermutlich eine volksetymologische Anlehnung an aner bzw,. andros = Mann. https://www.wissen.de/wortherkunft/koriander
Die zweite Variante ist koris für Wanze und amon oder aneson für Anis oder Dill.
Das Blattgrün weist unterschiedliche Merkmale auf. Die jüngeren Blätter sind rundlich, breit und dreigeteilt eingeschnitten, die älteren Blätter doppelt gefiedert und fein zerteilt.
Die weißen Blüten stehen in Dolden, wobei die Randblüten vergrößert sind. Nach der im Juni bis Juli andauernden Blütezeit entstehen die kugeligen, zweigeteilten Früchte. Die Samen sind braun, oftmals zur Spitze hin violett gefärbt und haben einen angenehmen, warmen, würzigen Duft.
Koriander stammt aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem östlichen Mittelmeer. Bereits vor 5000 Jahren wurde es in babylonischen Palastgärten angebaut. In Ägypten wurden die Blätter und Samen sehr geschätzt und auch als Grabbeigabe verwendet. Durch die Römer, die sich vom Koriander einen Hauch Lebenswürze versprachen, kam der Koriander nach Europa. Koriander wurde in der damaligen Küche verschwenderisch eingesetzt. Der damals bekannteste römische Kochbuchautor Marcus Gavius Apicius verwendete in über 70 Rezepten zum Würzen Koriander!
In unseren Breiten wurde Koriander in den Klostergärten angebaut und als Heilkraut hoch geschätzt. Bei Husten und heftigem Aufstoßen wurde Koriander empfohlen.
Das ätherische Öl enthält sehr viel (bis zu 73 %) Linalool und ist deshalb sehr gut verträglich. Vorsicht geboten ist allerdings bei älteren Ölen, da es durch Oxidation zu Hautreizungen führen kann. Das ätherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation der zerkleinerten, reifen Samen gewonnen.
Das aus den Blättern gewonnene ätherische Öl soll nur stark verdünnt angewandt werden, da es bei Überdosierung zu Hautreizungen kommen kann.

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Koriander mischt sich sehr gut mit allen Zitrusölen, mit Blütenölen sowie mit Kümmel, Kamille, Fenchel.

Anwendungsgebiete von Koriandersamenöl:
• Erkältungen
• Grippe
• Appetitlosigkeit
• Blähungen
• Durchfall
• Koliken
• Muskelschmerzen
• Arthritis
• Nervöse Erschöpfung
• Schwächezustände

In pharmazeutischen Verdauungspräparaten wird Koriander ebenfalls verwendet.

Im seelischen Bereich ermutigt uns Koriander und stimmt uns positiv. Das Öl wirkt aphrodisierend und sinnlich.

Nebenwirkungen:
Bei oxidierten Ölen kann es zu Hautreizungen kommen!

Anwendungen:

Bauchzwickmischung nach Ingrid Kleindienst-John
50 ml Mandelöl süß
1 Tr. Kümmel
1 Tr. Fenchel süß
1 Tr. Anis
1 Tr. Koriander
Sanft im Uhrzeigersinn den Bauch massieren. Heilwolle drauflegen und den Bauch warm halten. Diese Mischung ist auch für Babys geeignet.

Mischung für die Duftlampe
2 Tr. Koriandersamen
2 Tr. Latschenkiefer
5 Tr. Orange süß

Und noch etwas Kulinarisches:
Porree-Paprika-Strudel:
Strudelteig oder Blätterteig
1 Zwiebel
2 Stangen Porree
½ rote Paprika
2 Tr. äth. Knoblauchöl
2 Tr. äth. Koriandersamenöl
¼ kg Topfen (Bröseltopfen)
2 Eier
Ca. 130 g Emmentaler (optional)

Zwiebel, Paprika und fein geschnittenen Porree in Öl anschwitzen und zur Seite stellen. Topfen mit den Eiern gut verrühren (etwas Ei zum Bestreichen übriglassen), Zwiebel-Lauch-Mischung und den Emmentaler unterheben. Mit Salz, Pfeffer, dem Knoblauchöl und Korianderöl abschmecken. Strudelteig mit der Masse gleichmäßig bestreichen, einrollen und auf ein Backblech legen. Mit dem Ei bestreichen und bei 200° ca. 30 – 40 Min. goldbraun backen.


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Vorgenannte Tipps dienen nicht zur Behandlung von Krankheiten, sondern lediglich dazu, das Wohlbefinden zu steigern. Laufende Behandlungen beim Arzt und die Einnahme von Medikamenten dürfen nicht abgesetzt werden.

Quellenangaben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Koriander; Max Wichtl „Teedrogen und Phytopharmaka“; Eliane Zimmermann, „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“; Alfons Schuhbeck, „Meine Küche der Gewürze“.


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