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Weißtanne (Abies alba)



Die in Europa heimische Weißtanne, auch Silbertanne oder Edeltanne genannt, unterscheidet sich von anderen Nadelbäumen durch die hellgraue Borke. Aufgrund veränderter Umweltbedingungen, wie z.B. durch Schädlinge und Luftverschmutzung, wurde der Bestand an Weißtannen in den letzten Jahrhunderten stark dezimiert. Auch der Kahlschlag und die Bevorzugung von Fichten im Waldbau trugen und tragen dazu bei. Ohne diese Einschränkungen kann die Weißtanne ein Alter von bis zu 600 Jahren erreichen! Die helle Rinde der jungen Tannen bleibt sehr lange glatt und zeigt kleine Harzblasen. Ab einem Alter von ungefähr 50 Jahren entwickelt sich die grobrissige, weiß- bis dunkelgraue Schuppenborke mit Querrissen. Die glänzenden, dunkelgrünen Nadeln der Weißtannen sind flach und an der Spitze eingekerbt. An der Unterseite befinden sich zwei bläulich-weiße Wachsstreifen. Die Äste der Tanne werden in unserer Kultur als Kranz- und Schmuckreisig verwendet. In früheren Zeiten war die Weißtanne auch ein beliebter Weihnachtsbaum, da sie die Nadeln viel länger behält, als die Fichte.
Der Name „Tanne“ wird vom althochdeutschen „tanna“ abgeleitet, was früher die Bezeichnung für Wald war oder aber auch vom altindischen „Dhanuch“, was Bogen bedeutet. Bögen werden aus zähem, biegsamem Holz hergestellt. Dies kann von der Tanne nicht behauptet werden, daher besteht der Verdacht, dass es sich hier um eine Verwechslung mit der Eibe handeln könnte.
Bei den Kelten und Germanen war die Tanne ein Sinnbild von Stärke und Hoffnung. Sie steht für Lebenswillen, ist Sinnbild für Liebe und Treue. Sie ist ein Baum der Wiedergeburt und steht für körperliche und geistige Erneuerung. Hildegard von Bingen bezeichnete die Tanne als magischen Baum mit großer Kraft, die vor Unheil schützt. Schon frühzeitig erkannte man die großartige Kraft dieses Baumes. Frische Tannentriebe galten als Heilmittel gegen Müdigkeit und halfen bei Bronchitis. Die Nadeln und das Harz wurden bei Zahnfleischbluten gekaut. Auch heute noch werden aus den frischen Triebspitzen von Tanne und Fichte der bekannte „Maiwipferlsaft“ hergestellt. Aus dem Harz wird die Pechsalbe gewonnen, die vielseitig einsetzbar ist. Der Duft des ätherischen Öls erinnert an einen Waldspaziergang und stärkt unsere Lungen. Deshalb wird das Öl zur Verbesserung des Wohnraumklimas verwendet und wirkt positiv auf unsere Atemorgane.

Anwendungsbereiche von ätherischem Weißtannenöl:
• Erkältungskrankheiten
• Raumluftverbesserung
• Muskelverspannungen
• Konzentrationsschwäche
• Geistige Erschöpfung
• Frühjahrsmüdigkeit
• Weihnachtsduft

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Wie alle Nadelöle mischt sich die Weißtanne sehr gut mit Zitrusölen, mit Blütenölen wie Jasmin, Ylang-Ylang, Rose, aber auch mit Basilikum und Muskatellersalbei.

Nebenwirkungen:
Das ätherische Öl eignet sich nicht zur inneren Anwendung bei Schwangeren, Kleinkindern und Säuglingen. Das Öl kann eventuell leicht hautreizende wirken. Für Säuglinge ist das ätherische Öl nur in geringer Dosierung (< 0,5 %) geeignet.

Anwendungen:

5 -7 Tropfen Weißtannenöl im Diffuser sorgt für ein angenehmes Wohnraumklima.
Mit einem Tropfen Zitronenöl wird der Duft noch frischer!

Für die Sauna 3 – 4 Tropfen in die Saunakelle mit Wasser geben und aufgießen. Eine noch immer gängige Methode des Aufgusses in der Sauna!

Hustenmischung:
10 Tr. Grapefruit
10 Tr. Petitgrain
6 Tr. Weißtanne
4 Tr. Rosmarin ct.cineol
3 Tr. Lavendel
Von dieser Grundmischung 8 Tropfen in den Diffuser.

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Ruth von Braunschweig/Monika Werner „Praxis Aromatherapie“, Gerti Samel, Barbara Krähmer „Die heilende Energie der ätherischen Öle“, Dietrich Wabner, Christiane Beier „Aromatherapie, Grundlagen – Wirkprinzipien – Praxis“, Eliane Zimmermann „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, Steflitsch, Wolz, Buchbauer „Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis“
Foto (Chinesische Bitterorange): I, BS Thurner Hof


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