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Zirbelkiefer (Pinus Cembra)



Die Zirbe, auch Zirbel, Arbe, Arve genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Kiefergewächse und wird auch als „Königin der Alpen“ bezeichnet. Seit der letzten Eiszeit ist dieser Baum, der bis zu 25 Meter hoch werden kann, bei uns heimisch. Seine ursprüngliche Heimat sind die Karpaten. In Österreich zählt die Turracher Höhe zu den größten abgeschlossenen Zirbenwaldflächen.
Die immergrünen Bäume werden im Durchschnitt 200 bis 400 Jahre alt. Freistehende Zirben können allerdings auch ein Alter von ca. 1.000 Jahren erreichen. Diese lange Lebensdauer wird nur von Eichen und Eiben übertroffen. Der Wuchs der Zirbe wird stark von Witterungseinflüssen geprägt. Vor allem freistehende Bäume wachsen oft mehrstämmig und sehr krumm und schief. Durch die oftmals flachgründigen Böden im Gebirge kann die Pfahlwurzel nicht genügend ausgebildet werden und wird durch kräftige horizontal und senkrecht wachsende Wurzel ersetzt. Diese Wurzeln dringen in Gesteinsspalten ein und verankern damit den Baum.
Die äußere Rinde der Zirbe ist von graubrauner Farbe – die innere Rinde ist rötlichbraun gefärbt. Das Kernholz ist von gelbrötlicher Farbe, mit einem gelblichen Splint, duftet aromatisch und wird zur Produktion von Möbel verwendet. Für diesen Duft ist das in hoher Konzentration enthaltene Pinosylvin verantwortlich. Dieser Inhaltsstoff verleiht dem Holz den typischen, aromatischen Duft und beeinflusst das Wohlbefinden des Menschen positiv. (Siehe Studie Joanneum Research)
Pinosylvin hemmt auch das Schimmelwachstum und wirkt gegen Pilze und Bakterien. Durch das sehr geringe Quellverhalten wird das Holz auch im Nasszellenbereich verwendet.
Die 5 – 10 cm langen biegsamen Nadeln der Zirbe sitzen an Kurztrieben. Jeweils fünf Nadeln an einem Trieb. Sie sind bläulich-grün gefärbt und dreikantig mit stumpfer Spitze. Nach ca. 4 – 6 Jahren fallen sie vom Trieb ab und tragen zum Aufbau der Humusdecke bei.
Alle 6 – 10 Jahre blühen die Zirben von Mai bis Juli. Die violetten männlichen Blütenzapfen werden bis zu 9 cm lang und 6 cm dick. Aus diesen Zapfen wird der schmackhafte Zirbenschnaps hergestellt. Im September des darauffolgenden Jahres sind die Zapfen dann ausgebildet und der Samen ist reif. Diese bis zu 8 mm großen Samen sind von einer dicken Schale umgeben und enthalten viel Fett.
In der Volksheilkunde wurden Zirbennadelbäder gegen rheumatische Beschwerden und Gichtleiden eingesetzt. In weiterer Folge wurde auch Sirup mit Zucker und/oder Honig hergestellt um Hautleiden zu behandeln.
Das ätherische Öl der Zirbe wird mittels Wasserdampfdestillation der Zweig mit den Nadeln gewonnen.

Anwendungsbereiche von ätherischem Zirbenöl:
• Bronchitis
• Schnupfen
• unterstützend bei Atemwegsinfektionen
• rheumatische Erkrankungen
• Ängste
• Depressive Verstimmungen
• Schlafproblemen
• Antriebslosigkeit

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Das ätherische Öl der Zirbe lässt sich gut mit Zitrus- und verschiedenen anderen Gewürzdüften mischen.

Nebenwirkungen:
Vorsicht bei oxidierten Ölen – diese können Hautreizungen verursachen.

Anwendungen:
In Parfums in Kombination mit Eichenmoos und Muskatellersalbei gibt es einen herben, männlichen Duft – mit Blütendüften vereint, durchaus auch einen Duft für Frauen.

Duftlampe:
Wenn die Nase rinnt...
5 Tr. Zirbelkiefer
2 Tr. Eukalyptus citriodora
3 Tr. Angelika

Für den guten Schlaf:
Zirbenkissen verwenden oder eine Fleckerl mit einem Tropfen äth. Zirbenöl neben dem Kopfpolster legen.
• Schlafzimmer ½ Stunde vor dem Schlafengehen mit Zirbenöl beduften, sorgt ebenfalls für einen gesunden, erholsamen Schlaf.

Körperöl:
Für den geschundenen Körper nach dem Sport...
8 Tr. Zirbe
4 Tr. Rosmarin CT cineol
6 Tr. Wacholder
auf 50 ml Basisöl.

Mottenschutz für den Kleiderschrank:
Einfach einige Tropfen Zirbelkiefer auf ein Duftfleckerl oder einen Duftstein tropfen und in den Kleiderschrank legen.

 

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Quellenangaben:
Ruth von Braunschweig/Monika Werner „Praxis Aromatherapie“, Gerti Samel, Barbara Krähmer „Die heilende Energie der ätherischen Öle“, Dietrich Wabner, Christiane Beier „Aromatherapie, Grundlagen – Wirkprinzipien – Praxis“, Eliane Zimmermann „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, Steflitsch, Wolz, Buchbauer „Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis“
https://de.wikipedia.org/wiki/Zirbelkiefer
https://www.lamodula.at/lexikon/wirkung-zirbenholz
Foto: Wikipedia


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