Aromatische Neuigkeiten aus dem

 

Rose (Rosa damascena)



Die intensiv duftende Damaszener Rose war bereits in der Antike bekannt und wurde durch die Kreuzritter in die Gärten Europas gebracht. Im Hochmittelalter begannen die Menschen mit der Kultivierung von Rosen. Bereits im 14. Jahrhundert gab es drei unterschiedliche Rosengruppen: Alba-Rosen, Gallica-Rosen und Damaszener-Rosen. Mittlerweile sind seit den Anfängen der Züchtung weltweit über 30.000 Sorten entstanden. Ganz grob werden Rosen in Wildrosen und Kulturrosen eingeteilt. Die Kulturrosen oder Gartenrosen wiederum in Alte und Moderne Rosen. Die Damaszener-Rose wird zu den „historischen“, auch „alten“ Rosen gezählt, das heißt, dass sie bereits vor 1867 in Kultur war. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts waren diese Rosen – bis auf wenige Ausnahmen - einmal blühend. Heute gibt es neben den sommerblühenden Damaszener Rosen auch die zweimalblühenden Herbst-Damaszener-Rosen. „Moderne“ Rosen wurden ab 1867 gezüchtet. Zu diesen modernen Rosen gehören die sogenannten Edelrosen. Diese Hybriden entstanden im 19. Jahrhundert aus einer Kreuzung zwischen der chinesischen Teerose und einer europäischen Rose. Vorteil dieser Hybride ist die Erweiterung der Farbskala und Dauerblüte, Nachteil sind die Anfälligkeit für Rosenkrankheiten (Rost) und kaum vorhandener Duft.
Rosa damascena wurde und wird auch heute noch zur Gewinnung von Rosenöl und Rosenhydrolat verwendet. Bereits im Jahre 1689 wurde die „bulgarische Ölrose“ erwähnt. Die schweren Blüten sind halbgefüllt, rosa und verströmen einen betörenden Duft. Hauptsächlich aus der Sorte „Trigintipetala“ Syn. „Kazanlik“ (benannt nach der Stadt Kasanlak im bulgarischen Rosental) werden ca. 1,5 Tonnen Rosenöl pro Jahr destilliert.
Rosenöl gehört mit über 500 bekannten unterschiedlichen Einzelbestandteilen zu den komplexesten ätherischen Ölen, die wir kennen. Gewonnen wird das Öl entweder mittels Wasserdampfdestillation, Wasserdestillation oder Extraktion mit Lösungsmittel.
Die Rose ist der Inbegriff von Schönheit, Harmonie und Vollendung. Rosenöl duftet je nach Herkunftsland und Gewinnungsart sehr unterschiedlich. Es wirkt ausgleichend auf das Hormonsystem und zählt zu den erotisierenden Ölen. „Der Duft der Liebe“ (Avicenna) vermag Herzen zu öffnen.
In der fernöstlichen Medizin sind Rosenöl und Rosenwasser noch heute wichtige Heil- und Nahrungsmittel.

Anwendungsbereiche von ätherischem Rosenöl:
• Geburtsvorbereitung
• Brustdrüsenentzündungen
• Babymassage
• Nervöse Herzbeschwerden
• Hautpflege
• Gürtelrose
• Klimakterium
• Ängste
• Suchterkrankungen
• Sterbebegleitung

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Vor allem in meiner selbstgerührten Gesichtscreme liebe ich die Kombination von Rosenöl und Weihrauch. Das ätherische Öl mischt sich aber auch gut mit Neroli, Lavendel, Myrrhe, Narde, Sandelholz, Patchouli.

Nebenwirkungen:
Keine Nebenwirkungen bekannt.

Anwendungen:
Reines Rosenöl ist sehr teuer, daher verwende ich für Körperöle, Gesichtscremen, Shampoos usw. Rosenöl in Jojoba. Nur in der Aromaküche wird das reine ätherische Rosenöl bzw. Rosenhydrolat verwendet.

Körperöl:
3 Tropfen Rose, 3 Tropfen Geranie und 4 Tropfen Linaloeholz auf 50 ml Macadamianussöl.

Für die Babymassage einen Tropfen Rosenöl in Mandelöl geben. Eine Wohltat für Kind und Mutter.

Duftlampe:
In der Duftlampe genügen schon wenige Tropfen des intensiven Rosenduftes um das Herz zu öffnen und eine wunderbare Atmosphäre zu schaffen.

Rosenzäpfchen:
Nach einem Rezept von Margret Madejsky.
Wenn der Östrogenspiegel sinkt, kann auch die Vaginalschleimhaut austrocknen. Sie wird dabei dünner und empfindlicher. Zäpfchen können dazu beitragen, um Entzündungen zu lindern.

40g Kakaobutter
20g Sheabutter
5 Tr. Sanddornfruchtfleischöl
4 Tr. ähterisches Rosenöl (Rosa damascena)
(ergibt 30 Zäpfchen á 2 g)
Vorgenannter Tipp ersetzt nicht den Besuch beim Arzt!

Rosenlikör:
0,5 l halbtrockenen Weißwein
300 g brauner Zucker
180 g unbehandelte Duftrosenblätter
1 Vanilleschote
1 Flasche milder Cognac

Die Rosenblätter vom Blattansatz befreien. Den Weißwein zusammen mit dem Zucker erwärmen. Die Rosenblätter in eine große dickbauchige Flasche füllen und mit der heißen Weinlösung übergießen. Die Vanilleschote aufschlitzen und etwas auskratzen. Beides in den Sud geben und erkalten lassen, dann den Cognac dazugeben und die Flasche gut verschließen. 14 Tage an einem dunklen Ort durchziehen lassen, dann abseihen und in dekorative Flaschen füllen.

Rosensorbet:
330 g Kristallzucker
0,6 l Mineralwasser
125 g Rosenblüten
1/8 l Zitronensaft
(Alternativ mit Rosensirup mit ätherischem Öl)

Mineralwasser und Zucker aufkochen und abkühlen lassen. Rosenblütenblätter zugeben und 48 Stunden abgedeckt ziehen lassen. Mit dem Mixstab pürieren und fein passieren. Mit Zitronensaft abschmecken und in der Eismaschinen frieren.

 

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Quellenangaben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rosa_damascena, 22.08.2016
Ruth von Braunschweig/Monika Werner „Praxis Aromatherapie“, Gerti Samel, Barbara Krähmer „Die heilende Energie der ätherischen Öle“, Dietrich Wabner, Christiane Beier „Aromatherapie, Grundlagen – Wirkprinzipien – Praxis“, Eliane Zimmermann „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, Steflitsch, Wolz, Buchbauer „Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis“
Foto: Ursula Kutschera


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Damaszener Rose