Aromatische Neuigkeiten aus dem

 

Minzen



Minzen sind aromatisch duftende, ausdauernde Pflanzen aus der Familie der Lippenblütengewächse. Durch ihre unterirdischen Ausläufer verbreiten sich die Pflanzen sehr schnell und sehr weitläufig. Deshalb ist es angebracht, sie in einem Topf zu kultivieren. An den aufrecht stehenden Stängel sitzen gegenständig Blätter, die einen gezähnten oder gesägten Rand besitzen. Die mittelgroßen, weiß bis rosafarbenen, meist zwittrigen Blüten sind in Scheinquirlen angeordnet. Dadurch, dass die Oberlippe meist so groß ist, wie eine der drei Lappen der Unterlippe, erscheinen die Blüten oftmals vierspaltig.
Der Name Minze leitet sich vom lateinischen menta ab. Dieses Wort wird in Zusammenhang mit der griechischen Nymphe Minthe gebracht, welche durch Hades, dem Herrscher der Unterwelt, mit dem Glanz seines goldenen Wagens geblendet wurde. Bevor sie durch Hades verführt werden konnte, wurde sie jedoch von Persephone in ein duftendes Kraut – die Minze – verwandelt.

Pfefferminze (mentha x piperita L.)
Die Pfefferminze (Synonyme: Echte Pfefferminze, Edelminze, Gartenminze, Teeminze oder auch Englische Minze) ist eine Kreuzung zwischen Bachminze und Waldminze, die 1696 zufällig in englischen Gärten aufgetreten ist und seither kultiviert wird. Das ätherische Öl der Pfefferminze enthält einen hohen Anteil an Menthol, ca. 45 % - 90 % (Quelle feeling, Juni 2013) und 15 % Monoterpenketone. Durch diese Inhaltsstoffe entsteht ein schärferer Geschmack und Geruch. Deshalb auch der Name „Pfefferminze“

Anwendungsbereiche von ätherischem Pfefferminzöl:
• Übelkeit, Erbrechen
• Magen-Darmbeschwerden
• Erkältungen
• Kopfschmerzen
• Akne
• Konzentrationsmangel
• Anregend
• klärend

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Pfefferminze mischt sich gut mit Lavendel, Bergamotte, Benzoe, Myrrhe
Nebenwirkungen:
Nicht für Schwangere, Babys und Kleinkinder geeignet. Nicht bei gleichzeitiger Anwendung homöopathischer Produkte. (Antidot)

Ackerminze (mentha arvensis L.)
Die Ackerminze oder Kornminze, auch Japanische Minze, unterscheidet sich dadurch, dass Scheinquirlen in den Achseln der voll ausgebildeten Laubblättern sitzen. Das ätherische Öl enthält bis zu 80 % Menthol, 15 – 30 % Menthon und 10 % Limonen (Quelle feeling, Juni 2013)

Anwendungsbereiche von ätherischem Ackerminzöl:
• Nervenschmerzen
• Kopfschmerzen
• Migräne
• Erkältung
• Stark konzentrationsfördernd

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Ackerminze mischt sich gut mit Zitrusölen, Myrrhe, Jasmin
Nebenwirkungen:
Nicht für Schwangere, Babys und Kleinkinder geeignet. Nicht bei gleichzeitiger Anwendung homöopathischer Produkte. (Antidot)

Krauseminze (mentha spicata L.)
Die Krauseminze, Grüne Minze oder auch Spearmint besitzt einen sehr angenehmen, aromatischen Geruch. Der Geschmack dieser Minze ist süßer als der der Pfefferminze, da die Schärfe des Menthols fehlt. Die grünen bis rötlich gefärbten Stängel verzweigen im oberen Bereich und sind fast kahl. Inhaltsstoffe der Krausminze sind: ca. 60 % Carvon, 10 – 20 % Limonen, 20 % Thujanol (Quelle feeling, Juni 2013)

Anwendungsbereiche von ätherischem Krauseminzöl:
• Bronchitis
• Nervöse Verdauungsbeschwerden
• Übelkeit
• Kopfschmerzen
• Disstress
• Niedergeschlagenheit

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Krauseminze mischt sich gut mit Grapefruit, Jasmin, Lavendel
Nebenwirkungen:
Nicht für Schwangere, Babys und Kleinkinder geeignet. Nicht bei gleichzeitiger Anwendung homöopathischer Produkte. (Antidot)

Bergamottminze (mentha citrata Ehrh.)
Das schwer erhältliche ätherische Öl der Bergamottminze, auch Eau de Cologne Minze, Orangenminze genannt, enthält ca. 25 % Linalool und 64 % Esther. Bergamottminze ist der Lavendel unter den Minzen!

Anwendungsbereiche von ätherischem Bergamottminze-Öl:
• Erkältung bei Kindern
• Stress
• Nervöse Magenschmerzen
• Kopfschmerzen bei Kindern
• Entspannend
• Schlaffördernd
• angstlösend

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Lavendel, Bergamotte, Benzoe, Myrrhe

Anwendungen:
An heißen, schwülen Sommertagen, verwende ich gerne Pfefferminzhydrolat als Körperspray. Es wirkt sehr kühlend und erfrischend, bei schweren Beinen und auch gegen starkes Schwitzen (nicht nur im Klimakterium). Bei fiebrigen Erkrankungen wirken Wadenwickel mit Pfefferminzhydrolat sehr gut. Innerlich eingenommen bei Blähungen nach üppigem Essen. Bei unreiner Haut als Gesichtswasser, zur Pflege gereizter Kopfhaut, bei Mundgeruch. Die Einsatzmöglichkeit ist nahezu unbegrenzt.
In Eiswürfelbehälter eingefroren, peppt Pfefferminz(hydrolat) Getränke auf!

 

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Quellenangaben:
Ruth von Braunschweig/Monika Werner „Praxis Aromatherapie“, Gerti Samel, Barbara Krähmer „Die heilende Energie der ätherischen Öle“, Dietrich Wabner, Christiane Beier „Aromatherapie, Grundlagen – Wirkprinzipien – Praxis“, Eliane Zimmermann „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, Steflitsch, Wolz, Buchbauer „Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis“, https://de.wikipedia.org/wiki/Minzen, Ingrid Kleindienst-John, Hydrolate, Sanfte Heilkräfte aus Pflanzenwasser.
Fotos: Ursula Kutschera


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blühende PfefferminzePfefferminze