Aromatische Neuigkeiten aus dem

 

Rosengeranie (Pelargonium graveolens)



Pelargonien Arten wachsen als einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, die bis zu einem Meter hoch werden. Beheimatet ist die Pflanze in Südafrika, wurde aber bereits um 1600 nach Europa gebracht und wächst auch bei uns hervorragend. Die bei uns bekannten Balkonpflanzen sind Hybriden verschiedener Wildarten und unter dem Namen Geranie bekannt. Diesen Namen gab Carl von Linné und nachfolgende Botaniker der Pflanze.
Unsere Zierpflanzen-Geranie zählt zu den mehr als 200 verschiedenen Geranienarten aus der Familie der Storchenschnabelgewächse. Der botanische Name bezieht sich auf die storchenschnabelähnliche Form der Früchte.
Wenige Pelargonien Arten können zur Gewinnung des ätherischen Öls verwendet werden, so z.B. Pelargonium graveolens, Pelargonium asperum oder Pelargonium roseum.
Diese Öle haben auch sehr ähnliche Wirkungen. Der Duft von Pelargonium graveolens erinnert an Rosenduft. Deshalb und wegen der billigen Produktion – zwischen 300 und 500 kg Blätter sind notwendig, um 1 kg ätherisches Öl zu gewinnen – wird Rosengeranienöl oftmals zum Strecken von teurem Rosenöl verwendet. Das ätherische Öl enthält mehr als 200 Inhaltsstoffe und ist deshalb ein sehr vielseitiges Öl, welches vor allem das Hormonsystem positiv beeinflusst und die Stimmung aufhellt. Aus diesem Grund ist dieses Öl ein MUSS in den Wechseljahren, bei PMS und Zyklusschwankungen. Es wird auch das Klapperstorchöl genannt, da es stark entspannend und ausgleichend wirkt. Eliane Zimmermann schreibt in ihrem Blog, dass dieses gut verträgliche Blätteröl immer dann verwendet wird, wenn in der Aromaberatung das Wort „zu“ fällt. Zu müde, zu angespannt, das Herz schlägt zu ungleichmäßig...

Geranienöl wird auch bei Suchterkrankungen verwendet. Speziell bei Alkoholabhängigen die auf Entzug sind, hilft das ätherische Öl.
In der Volkskunde hält die Pflanze böse Geister ab. Dieser Glaube wurde auch auf das ätherische Öl übertragen.

Anwendungsbereiche von Rosengeranie:
• Verbrennungen
• Ekzemen
• Schnittverletzungen
• Akne
• Dekubitusprophylaxe
• Blutergüsse
• Insektenabwehr
• Herpes zoster
• Narbenpflege
• Haut- und Seelenschmeichler
• Stress
• Hormonregulierend

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Holz- und Harzöle, Zitrusdüfte und Blütenöle.

Nebenwirkungen:
In der Literatur wird erwähnt, dass empfindliche Menschen allergisch auf Geranie reagieren können. Menschen, die zu Allergien neigen sollen vorher testen, ob sie das Öl vertragen. Ansonsten keine Nebenwirkungen bekannt.

Anwendungen:

Für die Duftlampe zum Entspannen:
5 Tr. Orange
3 Tr. Rosengeranie

Massageöle für die Körperarbeit:
3 Tr. Sandelholz
2 Tr. Rose
2 Tr. Rosengeranie
Auf ca. 10 ml Mandelöl

Für die Narbenbehandlung:
6 Tr. Rosengeranie
3 Tr. Myrrhe
3 Tr. Immortelle
4 Tr. Lavendel
Auf 50 ml Hagebuttenkernöl

Insektenschutz:
10 Tr. Rosengeranie
10 Tr. Lavendel
5 Tr. Eukalyptus globulus
10 Tr. Pfefferminze
10 Tr. Lemongrass
5 ml Alkohol, 100 ml dest. Wasser

Alkohol in eine Sprühflasche füllen, ätherische Öle dazugeben und mit dest. Wasser auffüllen. Kann auf die Haut aufgetragen werden, oder auch auf die Kleidung bzw. Vorhänge gesprüht werden.

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Quellenangaben:
Ruth von Braunschweig/Monika Werner „Praxis Aromatherapie“, Gerti Samel, Barbara Krähmer „Die heilende Energie der ätherischen Öle“, Dietrich Wabner, Christiane Beier „Aromatherapie, Grundlagen – Wirkprinzipien – Praxis“, Eliane Zimmermann „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, Steflitsch, Wolz, Buchbauer „Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis“, Gernot Katzer, Jonas Fansa „picantissimo – Das Gewürzhandbuch“ Apotheker M. Pahlow, „Das große Buch der Heilpflanzen“, Verlag Das Beste „Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen“, Hildegard von Bingen, „Naturheilkraft für Frauen“.
Fotos: Ursula Kutschera, Wikipedia


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Rosengeranie