Aromatische Neuigkeiten aus dem

 

Arnika (Arnica montana)

Wie beliebt die Arnikapflanze ist, beweist die Vielzahl an Namen, unter denen sie bekannt ist: Bergwohlverleih, Engelkraut, Donnerblume, Fallkraut, Johannisblume, Kraftkraut, Wolfsblume, Wolfbanner, Wundkraut. „Arnika ist nicht mit Gold zu bezahlen. Diese Pflanze verdient, an die erste Stelle der Heilmittel bei Verwundungen gesetzt zu werden, ich kann sie deshalb nicht genug empfehlen“ (Sebastian Kneipp 1821 – 1897). In der Antike war die Pflanze nicht bekannt, erst in den Kräuterbüchern des Mittelalters finden sich erste Hinweise.
Die Echte Arnika ist eine aromatisch duftende Pflanze mit einer Wuchshöhe von bis zu 60 cm, die unter Naturschutz steht. Der Zusatz „montana“ verweist auf ihr Vorkommen im Gebirge. Wildwachsende Arnika wächst auf einer Höhe von bis zu 2000 m.
Die Pflanze gehört zur Gattung der Korbblütengewächse und ist eine wahre Augenweide mit ihren dottergelben Blütenblättern. Die Blütezeit ist Juni bis August. Mittlerweile ist es gelungen, eine Pflanze für den Feldanbau zu züchten, um das Wildvorkommen der Pflanze zu schonen. An Inhaltsstoffen finden wir neben Flavonoiden, die für die Wirkung auf Herz und Kreislauf verantwortlich sind, Cholin mit blutdrucksenkender Eigenschaft auch ätherische Öle, die nachweislich entzündungshemmende und wundheilende Wirkung besitzen.

Aufgrund der Toxizität der Pflanze sollen Tinkturen und Auszüge aus Arnikablüten nicht innerlich eingenommen werden. Bei Zerrungen von Muskeln und Sehnen, bei Quetschungen sind Umschläge mit Arnika-Tinktur sehr hilfreich. Einreibungen bei Gicht und Rheuma sind ebenfalls eine Wohltat.

Arnika-Tinktur:
Getrocknete Arnikablüten 1:10 mit 70 %igem Alkohol übergießen und zwei Wochen stehen lassen. Danach abfiltern. 1 EL dieser Tinktur auf ½ l Wasser.
Geeignet für Umschläge und zur Einreibung.
Oder 1 EL Arnikablüten mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen. 5 – 10 Min. ziehen lassen und abseihen. Diesen Aufguss für Umschläge verwenden.
Arnika zählt zu den alten Zauberpflanzen, worauf auch der volkstümliche Name Donnerwurz, Wolfbanner, Johannisblume hinweisen. Wegen der leuchtend gelben Blüten spielte sie früher zur Sommersonnenwende eine große Rolle. Viele dieser Bräuche gingen dann ins volkstümliche Brauchtum über. Die Blüten galten am Johannistag, dem 24. Juni, der Sonnenwende, als besonders heilkräftig. Am Vorabend des Johannistages wurde Arnika an die Ecken der Getreidefelder gesteckt, um die Korndämonen davon abzuhalten, das Getreide zu vernichten. Arnika zählt zu den Marienpflanzen und gehört in einigen Gegenden auch in den Kräuterbuschn, der zu Maria Himmelfahrt geweiht wird.

Für müde, schlecht durchblutete Haut empfiehlt sich ein
Arnika-Körperöl:
2 geh. EL getrocknete Arnikablüten
100 ml Distelöl
100 ml Mandelöl
Die Arnikablüten mit dem Öl ein einem Ansatzgefäß an einem warmen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung zwei Wochen stehen lassen. Täglich kräftig schütteln. Auspressen und Abfiltern.
Wer keine Zeit und Lust hast, sich mit Tinkturen und Tees zu berschäftigten, bekommt mittlerweile im Handel bereits ätherisches Arnikaöl zu kaufen

Anwendungsbereiche von Arnika:

• antzündungshemmend
• schmerzlindernd
• antibakteriell
• antiseptisch
• gerinnungshemmende Eigenschaften.

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Lavendel, Cistrose, Immortelle, Kamille römisch

Nebenwirkungen:

Nicht für die innerliche Anwendung geeignet. Nicht auf offene Wunden auftragen! Achtung bei Korbblütenallergie!

Anwendungen:
Entzündungshemmender Balsam/Rezept Homepage Firma feeling:

62 gr Jojoba bio
20 gr Johanniskrautöl bio
10 gr Bienenwachs gelb
2 gr Sheabutter
1 gr Vitamin E

50 ggt Arnika CO2
20 ggt Weihrauch
20 ggt Cajeput
10 ggt Kiefernadel

Anwendung bei Rheuma, Gelenkschmerzen, Nervenschmerzen, Karpaltunnelsyndrom, u.a.

Tipp: Dieselbe Rezeptur kann auch als Körperöl / Gelenksöl angemischt werden. Dazu ersetzen Sie einfach Bienenwachs und Sheabutter mit 12 ml Mandelöl bio.

Zahlreiche Rezepte gibt es im Kochbuch „Aromaküche – Gaumenfreuden mit ätherischen Ölen“ – zu bestellen bei mir: ursula.kutschera@aon.at.

Hier geht’s zum Shop (feeling.at)

Quellenangaben:
Homepage Firma feeling, „Das große Buch der Heilpflanzen“ Apotheker M.Pahlow, „Alles über Heilpflanzen“, Ursel Bühring, „Heilpflanzen, Alte Rezepturen neu entdeckt“, Anneliese und Dr. Gerhard Eckert, „Die Hausapotheke“, Franziska von Au.
Fotos: Ursula Kutschera, Wikipedia

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