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Lorbeer (Laurus nobilis)



Der Lorbeerbaum stammt aus Kleinasien und verbreitete sich in der Antike über den gesamten Mittelmeerraum. In der griechischen Mythologie war er dem Zeus heilig und wurde zur Bekränzung der siegreichen Athleten verwendet. Lorbeerblätter und –früchte wurden in der antiken griechischen und römischen Küche verwendet. Lorbeer ist ein immergrüner Strauch/Baum mit einer Wuchshöhe von 2 bis 15 m. Die Zweige tragen wechselständige, an der Oberseite glänzende Blätter. Blattform von rundlich bis zugespitzt lanzettlich. Die weißen Blüten wachsen in doldenähnlichen Rispen und entwickeln sich zu schwarzen Steinfrüchten die ca. 2 cm groß werden.
Lorbeer benötigt sonnige, nährstoffreiche Standorte und verträgt keinen Frost, aber auch keine Trockenheit. Die Ernte ist Handarbeit. Bei guter Bewässerung werden bis zu 5 Tonnen getrocknete Lorbeerblätter produziert.
Als Gewürz dienen hauptsächlich die getrockneten oder frischen Blätter, die einen erfrischenden Geruch haben. Vor allem die frischen Blätter erinnern entfernt an den Duft von Zitronen.
Der Gehalt an ätherischen Ölen in den Blättern ist jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen.
Der Lorbeerstrauch, der selbst Kälte nicht verträgt, liefert uns ein wirkungsvolles ätherisches Öl gegen Erkältungskrankheiten und ist auch wegen seines feinen Duftes und seiner stärkenden Wirkung auf Körper, Geist und Seele in der Aromatherapie nicht wegzudenken. Das ätherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation der Blätter gewonnen. Lorbeeröl ist ein Öl für Menschen mit Minderwertigkeitsgefühlen, die eine gewisse Stärkung des Rückgrads benötigen. Auch Stärkt der Duft bei Ängsten wie z.B. bei Prüfungsängsten.

Anwendungsbereiche von ätherischem Grapefruitöl:
• Grippale Infekte
• Stirn- Nasennebenhöhlenentzündung
• Arthritis
• Muskelschmerzen
• Lymphstau
• Pilzerkrankungen (Candida albicans)
• Entzündungen des Ohres
• Aphten
• Akne
• Psychisch vitalisierend, ausgleichend


Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Lorbeeröl mischt sich gut mit allen Zitrusölen, Nadelölen, Gewürzölen, mit Weihrauch und Lavendel.

Nebenwirkungen:
Lorbeeröl ist nicht zur inneren Anwendung von Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern geeignet. Bei der äußeren Anwendung bei Säuglingen in geringer Konzentration (geringer als 0,5 %) einsetzen. Während der Schwangerschaft nur unter ärztlicher Aufsicht anwenden.
Je nach Herkunft und Zusammensetzung kann das Öl eventuell hautreizend sein und ein gewisses allergisierendes Potenzial haben.
(Zitat: Dietrich Wabner, Christiane Beier, „Aromatherapie Grundlagen - Wirkprinzipien – Praxis“).

Anwendungen:
Ödemöl:
10 Tr. Zypresse
10 Tr. Wacholder
8 Tr. Geranie
7 Tr. Cajeput
5 Tr. Lorbeer
100 ml fettes Öl

Mischung in sanften Streichungen auf die betroffenen Stellen auftragen. Zu empfehlen sind auch Fußbäder mit Basenpulver, ätherischem Wacholderöl und ätherischem Lorbeeröl. Wirkt sanft entwässernd.

Rezept bei Lymphödem nach Dr. Dietrich Wabner:
5 Tr. Lemongrass
3 Tr. Lorbeer
3 Tr. Wacholder
2 Tr. Cistrose
auf 50 ml Mandelöl

Die Aktivierung des Lymphflusses wird benötigt, um abgestorbene Zellen, freie Radikale und Entzündungsmediatoren abzutransportieren.

Badeöl:
2 EL Olivenöl
6 Tr. Lorbeer
4 Tr. Lavendel

Dieses Badeöl ist ein altes Rezept und wird zur Unterstützung bei rheumatischen Beschwerden verwendet.

Harte Lymphknoten am Hals mit 1 Tr. äth. Lorbeeröl auf 1 TL fettem Öl massieren.

Das ätherische Öl ist auch gut in der Küche einzusetzen:
Aromasalz:
100 g Meersalz
12 Tr. ätherisches Lorbeeröl

Würzöl Lorbeer:
50 ml Speiseöl
10 Tr. Lorbeeröl

Vor dem Verwenden mindestens eine Woche reifen lassen.

Rosmarin-Zitronen-Beize:
1/16 l Olivenöl
2 Tr. ätherisches Zitronenöl
1 Tr. ätherisches Rosmarinöl
1 Tr. ätherisches Lorbeeröl
1 Zweig Rosmarin
1 Lorbeerblatt
1 TL schwarzer Pfeffer

Pfeffer, Rosmarinblätter, Lorbeerblätter vermengen, das Olivenöl zügig einrühren. Die ätherischen Öle dazugeben – fertig.

TIPP: Diese Beize eignet sich für Steaks, Riesengarnelen, feste Fischfilets.

Zahlreiche Rezepte gibt es im Kochbuch „Aromaküche – Gaumenfreuden mit ätherischen Ölen“ – zu bestellen bei mir: ursula.kutschera@aon.at.

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Quellenangaben:
Gerti Samel, Barbara Krähmer „Die heilende Energie der ätherischen Öle“, Dietrich Wabner, Christiane Beier „Aromatherapie, Grundlagen – Wirkprinzipien – Praxis“, Eliane Zimmermann „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, Jonas Fansa „picantissimo – Das Gewürzhandbuch“, www.feeling.at.
Fotos: Ursula Kutschera, Wikipedia


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