Aromatische Neuigkeiten aus dem

 

Oregano (Origanum vulgare)



Vielen von uns ist Oregano heute als Küchengewürz ein Begriff. Das Kraut ist ein wichtiger Bestandteil der italienischen Küche und wurde erstmals im 17. Jahrhundert als Gewürzkraut erwähnt.
Oregano zählt zu den Lippenblütlern und ist ein mehrjähriges, buschiges Kraut, mit aromatischem Duft und einer Wuchshöhe bis zu 50 cm. Die eiförmigen ovalen Blätter sind an der Unterseite punktiert und weisen eine stark sichtbare Blattaderung auf. Die zartrosa Blüten sind in sogenannten Scheinrispen angeordnet und erscheinen von Juli bis September. Die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete Pflanze gedeiht heute in fast ganz Europa und überwintert auch in unseren Breitengraden sehr gut.
Schon im Altertum war Oregano als Heilpflanze bekannt und wurde bei Zahnschmerzen, Erkältungen und Darmbeschwerden eingesetzt. Hildegard von Bingen verwendete die Pflanze bei Schuppenflechte und Hautirritationen. Oregano war eine magische Pflanze, die über große Kraft verfügte und Schutz vor dem Bösen bot. Als sogenanntes „Berufkraut“, schützte sie davor, von bösem Zauber oder dem Teufel beschrieen oder berufen zu werden. Vor allem Bräute und Wöchnerinnen mussten davor geschützt werden, deshalb wurde Oregano in den Brautstrauß gebunden bzw. wurde das Kraut als Betteinlage von Wöchnerinnen verwendet.
Oregano kann über Monate geerntet werden. Frisch die Blätter und Triebspitzen für die Küche oder als Tee verwenden. Durch das Schneiden der Spitzen wird das Wachstum der Pflanze gefördert. Sobald die Blüten geöffnet sind, die Stiele ca. 10 cm unterhalb der Blüte abschneiden, zu Büscheln zusammenbinden und luftig aufhängen, oder in einem Obstkarton lose auflegen und trocknen. Nun kann das Kraut gut im Winter verwendet werden. Entweder als Gewürz oder als Tee. Dazu einfach 2 – 3 EL getrockneten Oregano mit ¼ l kochendem Wasser übergießen. 10 Min. ziehen lassen und abseihen. Bei Magen-Darm-Beschwerden 2 – 3 Tassen täglich trinken.
Als Badezusatz bei Erkältungskrankheiten 1 Handvoll Kraut in einem Liter Wasser aufkochen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen und den Sud ins Badewasser gießen. Bei Erkältungskrankheiten wirkt dieses Bad Wunder.
Im ätherischen Öl sind die Inhaltsstoffe stärker als im Kraut vorhanden. Vor allem die enthaltenen Phenole zeigen ein breites Wirkungsspektrum.

Anwendungsbereiche von ätherischem Oreganoöl:
• Bei Erkältungskrankheiten
• Bronchitis
• Keuchhusten
• Gegen Wurmbefall
• Pilzerkrankungen
• Magen-Darm-Erkrankungen
• Blasenentzündungen
• Hautparasiten
• Kreislaufprobleme
• Geistiger Erschöpfung

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Oregano mischt sich gut mit allen Zitrusdüften, Nadelölen sowie mit Lavendel, Lemongrass.

Nebenwirkungen:
Das ätherische Öl kann hautreizend wirken, daher auf die Verdünnung achten! Nicht geeignet für Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder.

Anwendungen:

Gurgellösung:
50 g Meersalz
3 Tr. äth. Bergamotteöl
5 Tr. äth. Oreganoöl

Davon 1 TL in lauwarmem Wasser auflösen und damit gurgeln.

Massageöl:
50 ml fettes Öl
10 Tr. äth. Oreganoöl

Haarshampoo bei fettigem Haar:
250 ml Shampoobasis
5 ml fettes Öl
10 Tr. äth.Oreganoöl

Würzöl für die Küche:
100 ml Pflanzenöl
7 Tr. Oregano,
3 Tr. Blutorange

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Quellenangaben:
Ruth von Braunschweig/Monika Werner „Praxis Aromatherapie“, Gerti Samel, Barbara Krähmer „Die heilende Energie der ätherischen Öle“, Dietrich Wabner, Christiane Beier „Aromatherapie, Grundlagen – Wirkprinzipien – Praxis“, Eliane Zimmermann „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, Steflitsch, Wolz, Buchbauer „Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis“, Susanne Till, „Die sinnliche Welt der Gewürze“.
Foto: wikimedia/Ivar Leidus


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Oregano