Aromatische Neuigkeiten aus dem

 

Wacholder (Juniperus communis)



Wacholder ist ein Strauch oder säulenförmiger Baum aus der Familie der Zypressengewächse. Der Name Wacholder kommt vom althochdeutschen „wechelder“ oder „wechalter“ und bedeutet „lebendiger Strauch“, da er immergrün ist. Aufgrund seiner zerzausten Pflanzengestalt vermutete man in früheren Zeiten in ihm den Sitz eines Pflanzengeistes. Deshalb war es Brauch, den Hut vor diesem Strauch zu ziehen.
Wacholder wächst auf kargen Böden, im Gebirge, aber auch in Heidegebieten. Schon früh wurden durch diese mystischen Orte, die von Nebelschwaden durchzogen waren, die Fantasien der Menschen beflügelt. Der Strauch galt als Wächter der Schwelle zwischen Leben und Tod und war daher – so glaubte man – der Wohnsitz der Seelen der Verstorbenen. Der Strauch bot diesen Seelen Schutz und unter bestimmten Voraussetzungen konnten sie wieder ins Leben zurückkehren.
Wacholderzweige im Stall sollten Tiere vor bösen Zauber schützen. Wacholderholz im Fundament des Hauses eingemauert, schütze vor dem Teufel und vor bösen Dämonen.
Zusammen mit der Bibernelle wurde Wacholder auch gegen die Pest eingesetzt. In dieser Zeit der Epidemien wurden auf öffentlichen Plätzen Wacholderfeuer entzündet, um eine Ansteckung zu vermeiden.
Auch heute zählt der Wacholder zu den beliebten Räucherdüften. Das Holz und die Nadeln verströmen einen würzigen, belebenden Duft. Auch für schützende und klärende Hausräucherungen ist er geeignet. Auch im Märchen der Gebrüder Grimm – „Von dem Machandelboom“ (Hier zum Nachlesen) wird der Wacholder genannt.
Wacholderbeeren enthalten 10 % Harz, bis zu 30 % Zucker sowie bis zu 2 % ätherische Öle.
Das ätherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation der reifen Beeren gewonnen.
Ätherisches Wacholderöl wirkt mild harntreibend und entwässernd. Es regt den gesamten Stoffwechsel an und wirkt auf Leber und Galle. Es wird zur körperlichen und seelischen Reinigung verwendet. Das Bindegewebe wird gestärkt.
Ein gutes Mittel zur Steigerung der Konzentration.

Anwendungsbereiche von ätherischem Wacholderöl:
• Lymphstau und schwere Beine
• Krampfadern
• Leberschwäche
• Cellulite
• Blasenentzüdungen
• Geistige Erschöpfung

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Wacholderöl mischt sich gut mit anderen Nadelholzdüften, mit Orange, Zitrone, Litsea, Lavendel, Kräuterölen und Sandelholz.

Nebenwirkungen:
Nicht in der Schwangerschaft verwenden! Nicht geeignet zur inneren Einnahme bei Schwangeren, Babys und Kleinkindern. Innerlich nicht bei Nierenschwäche und akuten Nierenerkrankungen verwenden. Auf die Dosierung achten!

Anwendungen:

Cellulite:

100 ml Quitten-Vogelmierenmazerat
5 gtt äth. Orangenöl
3 gtt. Äth. Rosmarinöl
2 gtt äth. Ingweröl
3 gtt äth Zypressenöl
5 gtt äth. Wacholderöl

Geeignet als Zupfmassageöl für die Problemzonen der Frau!

Bei Neigung zu Ödembildung werden laut Ingeborg Stadelmann Fußbäder mit einigen Tropfen Wacholderöl empfohlen. (Bewährte Aromamischungen, Ingeborg Stadelmann).

Mischung Ödeme:
10 Zypresse
10 Wacholder
8 Geranie
7 Grapefruit
5 Lorbeer

Mit 100 ml fettem Öl mischen und die Beine damit sanft einstreichen. Eine Wohltat!

Bei Hämorrhoiden sind Sitzbäder mit äth. Wacholderöl und äth. Weihrauchöl arab. wirksam.
Je 3 Tr. auf 100 g Meersalz und in warmem Wasser auflösen.

Wacholderhydrolat tonisiert, reinigt und belebt die Haut. Als Gesichtswasser bei Akne, als Basis für einen herben Männerduft, zur Behandlung von Schuppen. Auch als Spray geeignet, um sich gegen schlechte Energien zu schützen. In der Aromaküche zum Würzen von Wild oder Getränken.


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Ruth von Braunschweig/Monika Werner „Praxis Aromatherapie“, Gerti Samel, Barbara Krähmer „Die heilende Energie der ätherischen Öle“, Dietrich Wabner, Christiane Beier „Aromatherapie, Grundlagen – Wirkprinzipien – Praxis“, Eliane Zimmermann „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, Steflitsch, Wolz, Buchbauer „Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis“, Gernot Katzer, Jonas Fansa „picantissimo – Das Gewürzhandbuch“, Susanne Fischer-Rizzi, „Das große Buch der Pflanzenwässer“.


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