Aromatische Neuigkeiten aus dem Aroma-Garten

Zitrone (Citrus limonum)

Der Zitronenbaum mit seinen länglich-ovalen Früchten stammt wahrscheinlich aus dem Norden Indiens und war bereits um das Jahr 1000 v.Ch. in China als auch im Mittelmeerraum bekannt. Alexander der Große lernte die Zitrone auf seinen Feldzügen kennen und brachte die Pflanze nach Europa. Archäologen gehen allerdings davon aus, dass Zitronen bereits im römischen Reich angebaut wurden. Bei den Ausgrabungen von Pompeji wurden Wandgemälde entdeckt, auf welchen Zitronatzitronen dargestellt wurden.
Wohlhabende italienische Familien besaßen im 16. Jahrhundert Sammlungen von Zitronenbäumen. Allen voran die Familie Medici. In ihren Gärten wurden Zitrusbäume gepflanzt, welche die goldenen Äpfel der Hesperiden aus der Antike darstellen sollten. Schutz im Winter fanden die Pflanzen im sogenannten limonaia = Zitronenhaus.
Die barocken Gärten entwickelten sich aus den Renaissancegärten und dienten vor allem der Repräsentation. Auch hier wurden Zitronenbäume als Symbol für die Äpfel der Hesperiden gepflanzt. Sie dienten als Zeichen der Unsterblichkeit, das die Pflanze gleichzeitig blüht und auch Früchte trägt. Aber auch wegen des einzigartigen Duftes war der Zitronenbaum sehr beliebt. An den fürstlichen und königlichen Höfen waren Orangerien große Mode. In diese Zeit fällt auch durch Giovanni Baptista Ferrari der erste große Versuch, die schwierige Taxonomie der Zitrusfrüchte aufzuarbeiten. Durch ihn wurden Zitruspflanzen in strenge Kategorien eingeteilt: Zitronatzitronen, Zitronen und Orangen.
Im 17. Jahrhundert war Zitronensaft ein Heilmittel gegen Skorbut. Während der langen Schiffsreisen beobachteten Ärzte, dass mit dem Verzehr von Zitronen eine raschere Besserung der Krankheit eintrat. Da Vitamine zu dieser Zeit noch unbekannt waren, dachte man, dass der Säuregehalt der Frucht dafür verantwortlich war. 1747 gab es die ersten Versuche und der schottische Schiffsarzt James Lind konnte nachweisen, dass Zitronensaft bei der Behandlung von Skorbut effektive Wirkung zeigte. Allerdings brauchte es noch 40 Jahre, bis die britische Admiralität die Wirkung von Zitronensaft anerkannte.
Kulinarisch wurde die Zitronen am englischen Königshof zum Würzen von Fisch und Geflügel verwendet. Auch zum Aromatisieren von Wein diente die Frucht.

Botanik: Die Frucht des Zitronenbaumes ist eine Kreuzung zwischen Bitterorange (Citrus aurantium) und der Zitronatzitrone (Citrus medica). Der Name Zitrone bezog sich in früheren Zeiten ausschließlich auf die Zitronatzitrone und wurde erst im Mittelalter geändert. Die länglichen, ovalen Früchte mit gelber Farbe enthalten Zitronensäure, Vitamin C und Pektin. Das ätherische Öl ist in den Schalen enthalten und wird durch Kaltpressung gewonnen. Es werden ca. 200 kg Schalen für 1 kg der Essenz benötigt.

Anbaugebiete: Große Anbaugebiete gibt es in Sizilien und Kalifornien.

Anwendungsbereiche von ätherischem Zitronenöl:
• Erkältungskrankheiten
• Fieber
• Antriebsschwäche
• Konzentrationsschwäche
• Stimmungsaufhellend
• Raumluft reinigend
• Haarpflege
• Cellulite

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Zitronenöl verträgt sich im Geruch gut mit Nadelölen, Harzen, aber auch mit Thymian, Pfefferminze und Rosmarin.

Nebenwirkungen:
Bei empfindlicher Haut kann es zu Hautreizungen kommen, vor allem wenn älteres Öl verwendet wird. Auch kann das Öl photosensibilisierend wirken. Deshalb Vorsicht bei direkter Sonnenbestrahlung.

Anwendungen:
5 – 6 Tropfen zur Raumbeduftung in den Diffuser. Die Konzentration wird gesteigert. In den USA wurden bei Tests mit Sekretärinnen festgestellt, dass sie unter der Wirkung von Zitronenöl in der Raumbeduftung ca. 50 % weniger Schreibfehler machten! Studien belegen, dass mit dem Einsatz von Zitronenöl die Krankheitsquote um fast die Hälfte sinkt.

Zitronen-Pfefferminz-Fußlotion
150 ml Soft Cream und Bodylotion (feeling)
5 ml Nerolihydrolat
6 Tr. äth. Pfefferminzöl
4 Tr. äth. Zitronenöl
5 Tr. äth. Wacholderöl
Basislotion in eine Flasche füllen. Orangenblütenhydrolat dazugeben, Flasche verschließen und gut schütteln. Ätherische Öle dazugeben und nochmals durchschütteln. Fertig ist die erfrischende Fußlotion!

Massageöl
Regt den Lymphfluss an und beugt Cellulite vor
10 ml Sesamöl
4 Tr. äth. Zitronenöl
4 Tr. äth. Wacholderöl
Nach dem Duschen auf die noch feuchte Haut auftragen und einmassieren. Am besten mit einer Massagebürste!

Nagelöl
10 ml fettes Öl
3 Tr. äth. Zitronenöl
4 Tr. äth. Cistrosenöl
In ein Fläschen füllen und die Nägel regelmäßig damit massieren. Stärkt die Nägel!

Tipps für die Aromaküche:
äth. Zitronenöl eignet sich hervorragend für Grillmarinaden, aber auch in der süßen Küche ist das Öl gut einzusetzen. Hier ein paar Rezepte.

 

Vorgenannte Tipps dienen nicht zur Behandlung von Krankheiten, sondern lediglich dazu, das Wohlbefinden zu steigern. Laufende Behandlungen beim Arzt und die Einnahme von Medikamenten dürfen nicht abgesetzt werden.

Quellenangaben:
Ruth von Braunschweig/Monika Werner „Praxis Aromatherapie“, Gerti Samel, Barbara Krähmer „Die heilende Energie der ätherischen Öle“, Dietrich Wabner, Christiane Beier „Aromatherapie, Grundlagen – Wirkprinzipien – Praxis“, Eliane Zimmermann „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, Shampoo, Creme & Bodylotion, Gill Farrer-Halls
Foto © Ursula Kutschera

News Nachlese: Mai (öffnet ein eigenes Fenster)

 

 

Zitrone

 

„Aromaküche - Gaumenfreuden mit ätherischen Ölen“
Das Kochbuch mit zahlreichen Rezepten
online bestellen: ursula.kutschera@aroma-garten.at

Den Newsletter per email erhalten: ursula.kutschera@aroma-garten.at

Maienfelser Naturkosmetik Manufaktur
können Sie ab sofort über mich beziehen: ursula.kutschera@aroma-garten.at

Zum Shop von feeling.at
feeling

Zum Shop von Aromapflege Fach- & Großhandel
Aromapflege.com Banner