Aromatische Neuigkeiten aus dem Aroma-Garten

Schwarzkümmel (Nigella sativa)

Die Heimat des echten Schwarzkümmels (Nigella sativa) ist Südeuropa, Nordafrika und Kleinasien. Der Anbau dieser Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse erfolgt vor allem in Ägypten, Indien und der Türkei. Die Pflanze ist weder mit dem Kümmel noch mit dem Kreuzkümmel verwandt! Die einjährige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 30 cm, ist leicht behaart und besitzt wunderschöne, einzeln stehende Blüten von weißer Farbe. Diese fallen vor allem dadurch auf, dass die Blütenblätter an den Spitzen grünlich oder bläulich verfärbt sind und keine Außenhülle besitzen. Blütezeit ist Juni bis September. In der Samenreife bildet Schwarzkümmel blasenartige Fruchtkapseln aus, in denen kleine, schwarze, dreikantige Samen sitzen, die pfeffrig scharf und würzig schmecken. In diesen Samen sind eine große Menge an ätherischem Öl (bis zu 1,5 %) und fettem Öl (bis zu 40 %) enthalten. Außerdem Eiweiß, Zucker, Gummi, Saponine, Bitter- und Gerbstoffe.
Der Volksnamen „Katharinenblume“ entstand wegen der radförmigen Blüten und soll an das Marterrad der Heiligen Katharina erinnern. Weitere Namen sind römischer Kümmel und Schwarzer Koriander.
Schwarzkümmel ist nicht zu verwechseln mit der Schmuckpflanze „Jungfer im Grünen“.
Bereits vor mehr als 2000 Jahren wurde der Schwarzkümmel im Orient als Gewürz und als Medizin verwendet. Nach Mohammed schützt die Pflanze gegen „Jede Krankheit außer dem Tod“. Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts bezeichneten Nigella sativa als „Schwartzer Coriander“ und sollten Würmer und Schlangen vertreiben. Hilfreich bei Asthma, Flatulenz, aber auch bei diversen Hautleiden. Unter Karl dem Großen wurde der Anbau von Schwarzkümmel befohlen, da er nicht nur als Arznei, sondern auch als Gewürz eingesetzt wurde. Auch heute wird der Samen im asiatischen Raum als „black onion seed“ verwendet. Nach Mohammed schützt die Pflanze gegen „Jede Krankheit außer dem Tod“
Auch Avicenna beschrieb die positiven Eigenschaften des Schwarzkümmels. Es wurde zur Entschleimung der Lungen, bei Husten und Schnupfen und zur inneren Reinigung des Körpers verschrieben.
Aus den Samen dieser Pflanze wird mittels Kaltpressung und unter hohem Druck und natürlicher Kohlensäure das kostbare fette Öl gewonnen. Diese schonende Pressung ist unbedingt notwendig um die essentiellen Fettsäuren zu erhalten. Schwarzkümmelöl ist reich an Ölsäure, Linolsäure und besondere Fettbegleitstoffe, die dieses Öl einzigartig machen.
Der Geruch des Öls ist pfeffrig-würzig mit einer leicht bitteren Kümmelnote.
Als Nahrungsergänzungsmittel findet das Schwarzkümmelöl besonders im Frühjahr und Herbst Anwendung. Es stärkt die Schleimhaut des Darms, in dem sich ein Großteil unseres Immunsystems befindet. Bei allergischem Schnupfen, Asthma oder Neurodermitis bis zur Schuppenflechte, Rheuma oder allgemeiner Abwehrschwäche wird dieses fette Öl eingesetzt. Bei Verkrampfung der Atemwege wirkt das Öl zusammen mit den Duftstoffen Nigellon und Thymochinon. Sowohl innerlich eingenommen, als auch äußerlich als Einreibung. Hier ist es sinnvoll, das Öl mit anderen fetten Ölen zu mischen, um den strengen Geruch zu mildern.
Bei der Einnahme von Schwarzkümmel kann es zu Aufstoßen führen. Dies ergibt sich aber meist innerhalb von 5 – 7 Tagen von selbst.
In der Veterinärmedizin wird Schwarzkümmelöl sowohl innerlich als auch äußerlich verabreicht. Vor allem bei der Pferdehaltung gibt es große Anwendungsbereiche. Innerlich bei Asthma bronchiale, Atemwegserkrankungen sowie bei allergischen Reaktionen. Innerlich und äußerlich bei Sommerekzemen. Es wirkt antiparasitär und pflegt – äußerlich angewendet - das Fell der Tiere und hilft bei kleineren Wunden und Verletzungen
Bio-Schwarzkümmelöl gibt es bei feeling.at

Anwendungsbereiche von fettem Schwarzkümmelöl
• Allergischem Schnupfen
• Allergien
• Asthma
• Neurodermitis
• Schuppenflechte
• Rheuma
• Abwehrschwäche
• Darmentgiftung

Nebenwirkungen:
Es kann aufgrund des hohen Anteils an ätherischen Ölen bei langfristiger Einnahme zu Leberbelastungen führen. Daher kurmäßig nicht länger als 12 -16 Wochen anwenden!

Anwendungen:

Rezeptidee "Ölziehkur mit Schwarzkümmelöl"
(lt. Krupalija&Karner, 2014)
80 ml Sonnenblumenöl
20 ml Schwarzkümmelöl
8 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl (Mentha x piperita)
4 Tropfen ätherisches Teebaumöl (Melaleuca alternifolia)

Kur mit Schwarzkümmelöl – innere Einnahme:
1 TL Schwarzkümmelöl vor dem Frühstück – so lange, bis das 100 ml Fläschchen aufgebraucht ist.
Auch für Kinder ab 3 Jahren möglich.
Auf einem Stück Brot schmeckt’s besser!

Bei Atemwegsbeschwerden oder Heuschnupfen kann mit dem fetten Öl auch inhaliert werden.
15 – 20 Tr. Schwarzkümmel bio auf 1 l heißes Wasser.
Evtl. noch 1 Tr. Melisse/Melissa officinalis oder 1 Tr. Atlas Zeder/Cedrus atlantica hinzufügen, um die Wirkung zu verstärken.

Schwarzkümmel-Tee für die Förderung der Milchproduktion stillender Mütter (lt. Apotheker M.Pahlow)
1 TL zerstoßener Samen mit ¼ l kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen.
2 x tgl. 1 Tasse davon trinken.


Vorgenannte Tipps dienen nicht zur Behandlung von Krankheiten, sondern lediglich dazu, das Wohlbefinden zu steigern. Laufende Behandlungen beim Arzt und die Einnahme von Medikamenten dürfen nicht abgesetzt werden.

Quellenangaben:
Krist-Buchbauer-Klausberger; „Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle“; Ruth von Braunschweig, „Pflanzenöle, Qualität, Anwendung und Wirkung“; Tina Krupalija,I.Karner, „Die Kraft der wertvollsten Pflanzenöle“; Wikipedia; www.pferdefluesterei.de

News Nachlese: September (öffnet ein eigenes Fenster)

 

 

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