Aromatische Neuigkeiten aus dem Aroma-Garten

Mönchspfeffer (Vitex agnus castus)

Auch Keuchschlamm, Keuschbaum, Liebfrauenbettstroh genannt. Der Name Vitex agnus castus setzt sich aus dem griechischen agnós = heilig, rein, gottgefällig und dem lateinischen castus = keusch. Vitex ist die Bezeichnung einer artenreichen Pflanzengattung aus der Familie der Lippenblütler. Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Mittelmeerraum bis nach Südwestasien. In der Nähe von Flüssen und Bächen, vor allem aber in der Nähe des Meeres ist diese Pflanze anzutreffen. Mönchspfeffer wächst als Strauch und kann eine Höhe von bis zu vier Metern erreichen. Die handförmigen Blätter ähneln denen der Hanfpflanze. Blüten sind von violetter, rosa oder weißer Farbe. Die grauschwarzen, reifen Früchte werden in Alkohol angesetzt oder getrocknet.
Seit der Antike ist der Mönchspfeffer eine Symbolpflanze der Enthaltsamkeit. Dioscurides beschreibt die Pflanze als Anaphrodisiakum. Bei den jährlich stattfindenden Festen in der Antike bereiteten sich Priesterinnen, die ihre Keuschheit bewahren wollten, aus den stark duftenden Blättern ein Bettlager. Deshalb auch die überlieferte Bezeichnung Liebfrauenstrohbett. Im Mittelalter wurden die scharf schmeckenden Früchte nicht nur als Pfefferersatz verwendet, sondern auch um das Zölibat zu erleichtern.
Eine Vielzahl an Beschwerden bei Männern und Frauen ist auf Störungen des Hormonhaushaltes zurückzuführen.
Für Frauen ist neben der Silberkerze der Mönchspfeffer eine der meistverordneten Heilpflanzen, die bei Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit und PMS verordnet wird. Die Inhaltsstoffe von Mönchspfeffer (als Extrakt) wirken direkt auf die Hirnanhangsdrüse, die für die Produktion und Ausschüttung von Hormonen verantwortlich ist.
Zu Mönchspfeffer gibt es eine Reihe von Studien.
(sh. http://www.moenchspfeffer.info/studien.html)

Das ätherische Öl wird aus den Blättern der Pflanze mittels Wasserdampfdestillation gewonnen. Dieses Öl wirkt ähnlich wie Progesteron (Gelbkörperhormon), welches in der zweiten Zyklushälfte im weiblichen Körper gebildet wird. Bei unerfülltem Kinderwunsch ist oftmals ein Progesteronmangel festzustellen. Das ätherische Öl wird eingesetzt, da es in der Lage ist, diese Mangelerscheinung auszugleichen.

Anwendungsbereiche von Mönchspfeffer als Tee, Extrakt oder ätherisches Öl:
• PCO „Polyzystische Ovarial- oder Ovarsyndrom ist eine der häufigsten hormonellen Erkrankungen bei Frauen. Es stellt eine der wichtigsten Ursachen für unverfüllten Kinderwunsch dar“
(Quelle: https://www.netdoktor.at/krankheit/pcos-8066)
• PMS
• krampfartige Menstruationsbeschwerden
• hormonbedingte Akne
• Kinderwunsch
• Schweißausbrüche
• Zysten
• Wechseljahrsbeschwerden

Kombination mit anderen ätherischen Ölen:
Frische Zitrusdüfte wie Bergamotte, Zitrone, Blutorangen sowie Blütenöle wie Geranie, Ylang-Ylang passen sehr gut zum Duft des ätherischen Mönchspfefferöls.

Nebenwirkungen:
Dieses ätherische Öl soll nur unter fachlicher Aufsicht eingesetzt werden. Bei einer Überdosierung können Hautjucken, Hautausschläge, Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten. Auch kann die Wirkung der Antibabypille gestört werden.

Anwendungen:

Mensteemischung Margret Madejsky
Zur Vorbeugung von leichten prämenstruellen Beschwerden.
40 g Frauenmantelkraut
20 g Johanniskraut
30 g Liebstöcklwurzel
20 g Melissenblätter
40 g Mönchspfefferfrüchte
30 g Schafgarbe
20 g Wolfstrapp
Kräuter mischen, 2 TL pro Tasse à 200 ml heiß überbrühen, etwa 10 – 12 Minuten ziehen lassen und abseihen. Ab dem Esprung tgl. 2 – 3 Tassen trinken.

Mönchspfeffertinktur
Mönchspfefferkörner leicht anmörsern, mit Alkohol übergießen und 5 -6 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen.

Kinderwunsch
Progesteron wird hauptsächlich in der zweiten Zyklushälfte benötigt. Deshalb ab dem 15. Zyklustag den Unterbauch 2 x tgl. mit 1 TL Mandelöl und 2 Tr. Mönchpfefferöl massieren.

 

Vorgenannte Tipps dienen nicht zur Behandlung von Krankheiten, sondern lediglich dazu, das Wohlbefinden zu steigern. Laufende Behandlungen beim Arzt und die Einnahme von Medikamenten dürfen nicht abgesetzt werden.

Quellenangaben:
Ruth von Braunschweig/Monika Werner „Praxis Aromatherapie“, Gerti Samel, Barbara Krähmer „Die heilende Energie der ätherischen Öle“, Dietrich Wabner, Christiane Beier „Aromatherapie, Grundlagen – Wirkprinzipien – Praxis“, Eliane Zimmermann „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“, Shampoo, Creme & Bodylotion, Gill Farrer-Halls
Foto © Ursula Kutschera

News Nachlese: Juli (öffnet ein eigenes Fenster)

 

 

Mönchspfeffer Blüte

Mönchspfeffer Samen

 

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